AnwenderberichtePionier für Kunststoffpanels setzt auf Qualität und Nachhaltigkeit

Paneltim(R) hat ein einzigartiges Sandwichpaneel entwickelt und produziert es mittlerweile als hochwertige und umweltfreundliche Version für den Agrar-, Hygiene- und Konstruktionssektor.

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    Die neue Jupiter II Serie von 5.500 bis 66.000 kN

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    „Wir sorgen für eine stabile Qualität, entwickeln unsere Produkte permanent weiter und fordernden Markt heraus, über neue Einsatzgebiete nachzudenken.“ 
Ludo Deltour, Gründer von Paneltim® und Panelplast. (ganz recht

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    Seit diesem Sommer ist eine Jupiter 18.500 II in einem vollautomatisierte Fertigungszelle integriert. Die Panele werden entnommen, durchlaufen eine optische Qualitätskontrolle mit einem Kamerasystem und werden gegengleich gestapelt.

Als Pionier in diesem speziellen Sektor hat Paneltim(R) bislang eine Monopolstellung und beliefert Kunden in aller Welt. Der innovative Familienbetrieb setzt auf gesundes Wachstum und verfolgt eine klare, langfristige Strategie. Nicht der Umsatz steht im Vordergrund, sondern Stabilität und Nachhaltigkeit − durch größtmögliche Eigenständigkeit und Qualität.

Herr Deltour, Sie haben Ihr Unternehmen Paneltim® 1988 gründet, damals allerdings noch als Großhandel für Holzplatten.

„Das ist richtig. Aber schon zwei Jahre später sind wir auf Kunststoff umgestiegen. Im Vergleich zu Holz hat Kunststoff einfach viele handfeste Vorteile aufzuweisen. Es ist leichter, es ist hygienischer und im Agrarbereich sogar fast komplett wiederverwertbar.“

In den folgenden Jahren haben Sie drei Produktlinien patentieren lassen, die Werkzeuge dafür selber gefertigt und seit 2010 erfolgt auch die Produktion der Kunststoffpaneleen im eigenen Haus. Sie setzen demmach auf 100 %-ige Pozesskontrolle?

„Es hat viel mehr damit zu tun, noch näher am Thema dran zu sein, die Dinge besser gestalten zu können. Den Produktionsprozess, die Qualitätskontrolle, effizientere Produktion je nach Bedarf, mehr Flexibilität in Quantität, Farbe, und so weiter.“

Ihre ersten Maschinen waren zwei Mars Maschinen mit 1.600 und 3.300 kN Schließkraft. Warum Haitian, was hat sie überzeugt?

„Wir haben den Markt natürlich gründlich sondiert und viele Maschinen genauestens analysiert. Wir waren überrascht von den Leistungsparametern der Mars Serien, und der geringe Anschaffungspreis machte die Maschine noch attraktiver. Zu diesem Zeitpunkt hatte Haitian ca. 40.000 dieser Maschinen verkauft, das war uns Referenz genug. Ausserdem hatten wir eine nagelneue, noch leerstehende Fertigungshalle gekauft. Platz war also da, und so entschieden wir uns für ein Kniehebel-System mit servo-hydraulischem Antrieb.“

War das vor oder nach Ihrem Besuch bei Haitian in China?

„Das war schon davor. Aber Haitian Ningbo hat mich sehr beeindruckt. Ich schätze die herausragende Firmenentwicklung und die Leistung der Inhaberfamilie, und ich ziehe den Hut vor solch einer grossen Verantwortung. Beeindruckend ist aber auch die technische Unterstützung und Beratung hier in Europa. Wir sind ja noch völlig neu im Sektor Spritzgiessen und fühlen uns bei Haitian sehr gut aufgehoben.“

Ihr Unternehmen ist ja ebenfalls ein Familienbetrieb …

„Richtig, meine beiden Söhne sind für Produktion und Vertrieb verantwortlich, meine Tochter für das weltweite Marketing und das übergreifende Management. Und ich bin jetzt schon sehr stolz darauf, dass mein Lebenswerk später mal von ihnen weitergeführt wird. Auch deshalb wollen wir gesund und nachhaltig wachsen. Das ist uns allen wichtig.“

Stichwort Nachhaltigkeit: Wie wichtig waren Ihnen Energieeffizienz und Ressourcenschonung bei der Maschinenauswahl?

„Vergleichstests konnten wir ja nicht machen, aber aus Gesprächen mit Branchenkollegen wissen wir im Nachhinein, dass wir mit unserem jährlichen Stromverbrauch sehr gut da stehen. Und Nachhaltigkeit spielt in unseren Überlegungen immer eine grosse Rolle. Immerhin können 99 % des eingesetzten Materials wieder verwendet werden. Viehzüchter − oder auch andere Agrarkunden − können uns also abgenutzte Panels zurückgeben, so dass diese zu Recyclingmaterial und dann wieder zu neuen Panels verarbeitet werden können.“

Das heißt, am Ende steht ein Neuanfang auf der Mars? Ein lobenswerter Kreislauf. Haben Sie deshalb die Inhouse-Produktion mit Agrarpanels begonnen?

„Nein, ehrlich gesagt eher deshalb, weil unser Anspruch an die Qualität anstieg. Wir mussten ja einige Summen investierten, in Maschinen, Schweissanlagen, Werkzeuge. Und dieses Investment kommt nur dann schnell wieder rein, wenn man in hohen Stückzahlen produzieren kann. Als wir dann nach und nach immer mehr Erfahrung im Spritzgiessen hatten, gingen wir daran, die
Prozesse und Qualitätskontrollen zu optimieren. Nun trauen wir uns zu, mit der Eigenfertigung auch in den Konstruktionssektor vorzustossen. Hier sind noch mal ganz andere Anforderungen gefragt.“

Also schmieden Sie zurzeit neue Pläne für  die Vermarktung der Panels?

„Das tun wir ja permanent. Das ganze Entwicklungsteam arbeitet ständig an neuen Einsatzideen und Prozessen. Panels für den Konstruktionssektor − und die sind eben nicht aus Recyclingmaterial − müssen auch um einiges mehr qualitätsgeprüft werden.
Da geht es um Schwimmbäder, Abwasser, Filter, Container, Tanks für Flüssigkeiten. Wir planen neben PP auch den Einsatz von PE. Gerade für Flüssigkeitstanks ist es wichtig, dass das Material stabil und leicht ist. Und nicht brennbar! Ein Grundproblem von PP und PE. Also müssen wir Additive wie Glasfieber zumischen. Langfristig wollen wir die Produktion 50/50 aufteilen, jeweils die Hälfte für Agrar- und Konstruktionsbereiche.“

Seit kurzem haben Sie auch eine Haitian Jupiter II Serie mit 18.500 kN Schließkraft in ihren Reihen.

„Ja, es war an der Zeit, die Fertigungskapazitäten auszubauen und neue Projekte anzugehen, also standen für 2013 neue Maschinen auf dem Plan. Als wir das Zweiplattenkonzept der neuen Jupiter- Generation gesehen haben, wussten wir, dass dies die richtige Maschine für uns ist. Sie hat einen deutlichen Sprung zur alten Generation gemacht und ist technologisch die optimale
Maschine für unsere grossen Panels. Energiesparend, robust, und auch unglaublich platzsparend.“

Es gibt derzeit keinen Wettbewerber, der gleichartige Panels wie Sie herstellt. Daher haben Sie Anfragen aus aller Welt, beliefern sogar Kunden in China. Sind Sie konkurrenzlos?

„Zumindest haben wir unsere Panels patentieren lassen, und das nicht ohne Grund. Und, ja: Die Kombination aus günstigen Investitionskosten, einem automatisierten Prozess und hoher Produktqualität macht uns sogar in China wettbewerbsfähig.“

Was unternehmen Sie, um Ihren Wettbewerbsvorsprung zu halten oder gar auszubauen?

„Wir hören dem Markt, den Kunden aufmerksam zu, um herauszufinden, was benötigt wird. Wir sind vielleicht nicht die Günstigsten, jedoch liegt unser Fokus mehr auf nachhaltiger Qualität. Natürlich haben wir viele Nachahmer. Aber wir versuchen immer, dem Wettbewerb fünf Jahre voraus zu sein. Deshalb arbeiten wir mit Hochdruck an weiteren Einsatzmöglichkeiten und erschliessen neue Märkte. In Krisenzeiten investieren wir sehr viel in unsere R&D – ähnlich wie es auch Haitian tut. Unsere Kunden entwickeln ihre Produkte mit den verschiedensten Anforderungen und wir modifizieren dann unsere Panels daraufhin. In der Grundstruktur sind sie aber immer gleich.“

Herr Deltour, Sie haben ein stattliches Vertriebsnetz mit 120 Partnern weltweit. Werden Sie eines Tages auch im Ausland produzieren?

„Nein, das ist im Moment nicht vorgesehen. Wir liefern ja meistens Standardpanels ins Ausland, und die hohen Stückzahlen erlauben uns, das alles in Belgien zu produzieren. Wir haben keinen Bedarf an Kostenoptimierung durch billigere Produktion im Ausland. Aktuell machen wir jährlich ca. 20 Millionen Umsatz, mit 32 Mitarbeitern. Aber das steht nicht im Fokus. Wir reinvestieren viel Geld in R&D und Weiterentwicklung, das ist unsere Strategie. Wir wollen immer der Beste in unserem Bereich sein.“

Welche Werte und Eigenschaften muss denn ein Partner, ein Lieferant mitbringen, um der Beste zu sein? Der Richtige für Sie?

„Ich mag Unternehmen, die inhabergeführt sind. Dann hat das Unternehmen ein Gesicht, eine Person, die dafür gerade steht. Das merkt man einfach in schwierigen Situationen. Wir hatten zum Beispiel mal ein Problem an der einen Mars-Maschine, und ich muss sagen, dass Haitian das Problem schnellstmöglich gelöst hat. Das hat mich wirklich bestärkt in meiner Partnerwahl. Man muss Verantwortung tragen und bereit sein, Fehler einzugestehen. Genauso wichtig sind Kontinuität und wirtschaftliche Stabilität. Da
hat man die Gewissheit, dass das Management in ein paar Jahren immer noch da ist.“

Das klingt, als seien Sie voller Tatendrang …

„Das bin ich absolut. Und ich bin ein reicher Mann! Weil ich mit meinen Kindern zusammen etwas aufbauen kann und wir eine  interessante Zukunft vor uns haben.“

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