Anwenderberichte„Das Unmögliche möglich machen“

Interview mit Mr. Ye Houfu, von Sky Well Plastics, Chinas führendem Hersteller von Kunststoff-Entwässerungsrohren und Besitzer der derzeit größten Spritzgießmaschine der Welt

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    Machine in the customer's workshop

Sky Well Plastics mit Firmensitz in Taizhou, Provinz Zhejiang, zählt zu den innovativsten Produzenten der chinesischen Spritzgussindustrie und ist im dynamisch wachsenden Binnenmarkt für Entwässerungssysteme aus Kunststoff einer der führenden Lieferanten. 2014 setzte das Unternehmen erneut ein Bestmarke, als es die größte Spritzgießmaschine der Welt in Betrieb nahm: die JU 66000 II / 51800, gebaut von Haitian International.

Mr. Ye, in den vergangenen Jahren hat Chinas Regierung die Produktion und Weiterentwicklung von Entwässerungsanschlüssen aus Kunststoff stark gefördert. Welche Ziele hat man damit verfolgt?

„Die Herstellung herkömmlicher Anschlüsse aus Ziegelstein ist sehr energieintensiv und verursacht Umweltverschmutzungen durch CO2-Emissionen. Im Gegensatz dazu ist die Herstellung von Anschlüssen aus Kunststoff sehr umweltfreundlich. Zudem sind diese Produkte weitaus weniger anfällig für Korrosion und bestechen durch eine längere Lebensdauer. Darüber hinaus können Kontrollschächte aus Kunststoff helfen, eine ungleiche Setzung und auftretende Leckagen an Entwässerungen zu vermeiden. Die Abwasserbehandlung der fünf größten Flüsse in Zhejiang gilt als Pilotprojekt in dieser Richtung.“

Statistisch gesehen stehen in China pro Jahr etwa zwei Milliarden Quadratmeter Fläche für Neubauten zur Verfügung. Es ist von zehn bis zwölf Millionen Entwässerungsanschlüssen für neue Bauvorhaben die Rede. Ist ein Marktpotenzial mit diesen hohen Absatzmöglichkeiten gleichbedeutend mit einem harten Wettbewerb?

„Genauso ist es. Folgt man den Berechnungen, beträgt das Marktvolumen etwa zehn Milliarden RMB. Gegenwärtig gibt es in China mehr als 20 Hersteller von Kunststoff-Entwässerungsanschlüssen.“

Welche Kunststoffe kommen bei der Produktion der Rohre und Anschlüsse zum Einsatz?

„Ausgangsmaterial ist in der Regel PP, PVC oder PE. Dabei sind die Produktionsprozesse, die zur Anwendung kommen verschieden. Zum Beispiel das Spritzgießen, das Rotationsformen und sogar Schweißen. Die führenden Lieferanten, wie auch wir, wenden jedoch am Häufigsten das Spritzgießen an.“

Was unterscheidet Sky Well von den anderen Lieferanten, was macht Ihre Produkte so viel erfolgreicher?

„Zuerst einmal legen wir neben einer umfangreichen Produktpalette großen Wert auf eine hohe Produktqualität und bedarfsgerechte Dienstleistungen im After-Sale-Service. Qualität hat oberste Priorität. Wir gewährleisten sie dadurch, dass wir jeden einzelnen Schritt des Herstellungsprozesses streng überwachen und darüber hinaus verschiedene Test- und Prüfprogramme durchlaufen. Schließlich bemühen wir uns auch, die Kosten unserer Kunden nach dem Erwerb unserer Produkte so gering wie möglich zu halten. Indem wir proaktiv und effizient bei aufkommenden Problemen in Bezug auf Wartungs- und Instandsetzungsanforderungen agieren.“

Qualität und Service sind also die Basis Ihrer Unternehmensstrategie?

„Im Augenblick sind wir eines der wenigen Unternehmen, die eine umfassende Produktpalette anbieten können  mit dem breitesten Spektrum an Spezifikationen und technischen Gegebenheiten. Wir waren maßgeblich beteiligt an der Erarbeitung von Industrienormen und Industriestandards in China. Alle Sky Well Entwässerungsanschlüsse aus Kunststoff wurden von uns eigenständig entwickelt, sind patentgeschützt. Unser extragroßer Entwässerungsanschluss für die städtische Infrastruktur zum Beispiel hat eine Marktlücke in China geschlossen. Der Weg zum Erfolg liegt eben darin, Unmögliches möglich zu machen. Ganz im Sinne unserer Unternehmensphilosophie: Eine Wachstumsstrategie die darauf basiert, Qualität, Entwicklung durch Innovation, effiziente Unternehmensführung und Vertrauen durch Service am Kunden ständig fortzuentwickeln.“

Sie haben Mitte 2014 die größte Spritzgießmaschine der Welt in Betrieb genommen. Damit dürften Sie sich einen klaren Vorsprung verschafft haben...

„Richtig, es ist eine Jupiter II mit 6600 Tonnen Schussgewicht und 51800 mm/s Einspritzgeschwindigkeit. Sie wurde bereits im Frühjahr 2014 installiert und befindet sich nunmehr in der Feinjustierungsphase. Diese Riesenmaschine wird Kontrollschächte mit 1,5 Metern Durchmesser aus modifiziertem Polypropylen herstellen, vorgesehen für die städtische Infrastruktur.“

Die Produktion solch großer Teile stellt hohe Anforderungen. Welche Gründe gaben den Ausschlag für die Jupiter von Haitian?

„Baugröße und Schussgewicht dieser Teile sind außerordentlich groß. Deshalb gibt es hier besondere Anforderungen hinsichtlich der Werkzeugeinbauhöhe und der Plastifizier-Einheit, und meines Wissens hat kein Hersteller jemals eine so große Spritzgießmaschine gebaut. Wir haben bei mehreren Herstellern angefragt, einheimische Hersteller die unsere Anforderungen wenigstens theoretisch mit ihren F&E-Kapazitäten und ihren verfügbaren Produktionsanlagen erfüllen könnten. Natürlich sagten mehrere Hersteller, dass sie in der Lage seien, eine so große Maschine zu bauen. Überzeugt waren wir jedoch erst, als wir die Hauptproduktionsstätte von Haitian in Ningbo besucht und dort eine Reihe spektakulärer Bearbeitungszentren erlebt haben. Also bestellten wir bei Haitian, ohne die Entscheidung auch nur ansatzweise im Nachhinein zu bereuen. Und ich würde sagen, das Ergebnis ist eine Win-Win-Situation. Eine Zusammenarbeit, die beiden Seiten zum Vorteil gereicht.“

Die Baureihe Jupiter kannten Sie bereits, als langjähriger Haitian-Kunde?

„Wir wussten, dass die größte Zwei-Platten-Maschine der Welt auf der technischen Plattform der zweiten Jupiter-Generation basiert, die mit ihrer fortschrittlichen Technologie bereits gut am Markt etabliert ist. Was jedoch noch entscheidender war: Wir stellten während unseres ausführlichen Austausches mit Haitian fest, wie sehr uns ihre Philosophie von der „Technologie auf den Punkt“ anspricht. Das hat unsere Zuversicht in Haitian als richtigen Partner für das Projekt nochmals gestärkt.“

Sky Well verfügt mittlerweile über sehr viele Haitian-Maschinen. Wie zufrieden sind Sie mit deren Leistungen?

„Wir haben insgesamt mehr als 60 Maschinen von Haitian, darunter 50 Maschinen in der Leistungsklasse unter 800 Tonnen. Bis zum Jahr 2000 haben wir noch mit Spritzgießmaschinen anderer Hersteller produziert, nach mehreren Leistungsversuchen und fundierten Leistungsvergleichen haben wir aber alle diese Maschinen durch Haitian-Baureihen mit Servo-Antrieben ersetzt.“

Das heißt, Sie setzen konsequent auf Haitian?

„So ist es. Als wir 2010 mit der Produktion von Rohren mit größeren Durchmessern begonnen haben, hatten wir auch noch acht Maschinen von anderen bekannten Herstellern aus China gekauft. Nach einem fundierten Leistungsvergleich haben wir jedoch beschlossen, hierfür zukünftig nur noch Maschinen der Baureihe Mars zu beschaffen. Seitdem haben uns die stabilen Leistungskennzahlen und der entgegenkommende Kundenservice von Haitian tief beeindruckt. Selbstverständlich hat das Vertrauen in Haitian auch bei der Entscheidung, wo wir unsere 6.600-Tonnen-Maschine bauen lassen, eine große Rolle gespielt.“

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