Anwenderberichte70 % weniger Stromverbrauch mit der Zeres

Die Fertigung von technischen Kunststoffteilen hat in der NOWACK GmbH eine lange Tradition.

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    Technisches Automobilteil auf einer der beiden Zeres

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    Produkt auf der Mars 1600 II

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    Martin Nowack und Horst Tiedemann (HT Vertrieb)

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    ... auf dem Prüfstand

Genauso wie der sichere Blick für zukunftsfähige Lösungen und Entscheidungen mit Nachhaltigkeit. Wir sprachen einem der beiden Geschäftsführer Martin Nowack. Seit den 50er Jahren ist das Familienunternehmen NOWACK mit der Produktion von Kunststoffartikeln vertraut, das Know-how dazu wurde kontinuierlich erweitert. Als hoch modernes Spritzgusswerk, mit eigenem Werkzeugbau sowie Sieb- und Tampondruckerei, hat man sich erfolgreich auf qualitativ hochwertige und präzise technische Kunststoffteile spezialisiert.

Deutsche Automobilhersteller und deren Zulieferindustrie zählen seit vielen Jahren zum langjährigen Kundenstamm der Niedersachsen. Auch bei renommierten Unternehmen der Medizin- und Krankenhaustechnik ist NOWACK gelistet, als Lieferant hochwertiger Kunststoffteile für Dialysegeräte und Multifunktions-Deckenampeln im OP-Bereich. Das Gesamtportfolio umfasst zudem technische Kunststoffteile für Befestigungstechnik, Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik, Bau- und Beschlagindustrie, Möbelindustrie, Maschinenbau und viele andere Branchen. Den Löwenanteil in der Produktion stellen technische Teile wie Spreitznieten für Automotive, Beschläge und Schließtechnik für Fenster und Türen, aber auch Transportkisten für den Lebensmittel-Großhandel. 


Kerngeschäft sind Standardanwendungen 
    
Gearbeitet wird fünf Tage in der Woche, im 3-Schicht-Betrieb. Wobei die Geschäftsführer durchaus schon mal Sonderschichten einlegen, wie z.B. für eine Abholung von 800 Europaletten technischer Kunststoffteile zwischen Weihnachten und Neujahr.  Mit derzeit 38 Spritzgießmaschinen von 22 bis 700 Tonnen – davon zwei Mars II Serien und zwei elektrische Kleinmaschinen vom Typ Zhafir Zeres – können sie Spritzgewichte von bis zu 2,4 kg realisieren und so mehr als 1.500 Kunststoffteile unterschiedlichster Art produzieren. Verarbeitet werden alle Standard-Rohstoffe (außer PVC), wie etwa PA mit 50-60 % GF HDPE für Kisten. Bioplastics aus 100 % Cellulose wurden ebenfalls schon verarbeitet, für Kettenglieder. 


Kostenbewusstsein ist Dreh- und Angelpunkt

Man zeigt sich für alles offen; die individuelle Kundenlösung ist an der Tagesordnung. Und so übersteigt der Jahresverbrauch regelmäßig die 600-to-Marke. Auch das Einlegen und Umspritzen von Messing und Stahlbuchsen, Magneten, gebogenen Drahtfedern und kleinen Widerständen ist für NOWACK Routine. Bei der Mehrkomponenten-Fertigung werden die Teile häufig manuell umgesetzt. „Das ist bei geringeren Stückzahlen effizienter als mit 2k-Werkzeugen, die ja doch sehr teuer sind“, versichert uns Martin Nowack. Kostenbewusstsein ist für ihn der Dreh- und Angelpunkt des Erfolges, und dabei denkt er nicht nur an Maschinen-Anschaffungskosten oder ihr Preis-Leistungs-Verhältnis. Insbesondere die Energiekosten sind ein großes Thema.


Hydraulisch oder elektrisch ist keine Frage

Für Martin Nowack ist es unerheblich, ob er elektrische oder hydraulische bzw. servo-hydraulische Maschinenkonzepte kauft. "Wir haben keine komplexen Produkte, die eine elektrische Maschine zwingend machen. Für uns zählen die kostenrelevante Parameter, damit der Stückpreis passt", so Nowack. Er zählt also auf:

  1. Ein niedriger Anschaffungspreis
  2. Möglichst wenig Energieverbrauch
  3. Wartungsarm
  4. Niedrige Service- und Ersatzteilkosten
  5. Schnelle Lieferzeiten
  6. Hohe Verfügbarkeit

„Letztendlich ist doch neben der Teilequalität der Stückpreis entscheidend. Und der setzt sich nun mal aus vielen Parametern zusammen. Erst wenn alles im Zusammenspiel passt, lässt sich sagen, ob die Maschine produktiv ist oder nicht. Einzelne Messwerte sind da fast irrelevant", so Martin Nowack.


Nachhaltiges Energiesparen mit System

Wie viele andere Verarbeiter müssen bzw. wollen sie mit einem gewissen Stromkontingent im Jahr auskommen. Verbrauchen sie in einem Jahr weniger als 1.380.000 kWh bei normaler Spannung, winkt eine satte Strompreiserstattung.

„Wir müssen jedes Jahr schriftlich nachweisen, dass wir Maßnahmen ergreifen, um Strom einzusparen. Und achten deshalb u.a. sehr streng auf den Verbrauch unserer Maschinen und deren Peripherie. Der Energieverbrauch wird regelmäßig von einem externen Prüfer gemessen, da wir ohne Nachweis keine Subventionen bekommen“, erläutert Martin Nowack. 2014 waren das rund 12.000 Euro. Maßnahmen zur Energieeinsparung sowie zur Steigerung der Energieeffizienz stehen seit Jahren ganz oben auf der Agenda. Ende 2013 haben sie ein Energiemanagement-Systems eingeführt und die Technische Überwachungsgemeinschaft TÜg mit dem Energieaudit beauftragt. Es soll nicht ihr letzter Schritt auf dem Weg zu einer verbesserten Energiebilanz gewesen sein.

Nowak

Martin Nowack zwischen den beiden Zeres Maschinen


Keine leere Werbeaussage

Eine weitere, nachhaltige Lösung im Umgang mit Energie sehen beide Geschäftsführer in der Anschaffung der elektrischen Zeres-Maschinen mit 400 und 600 kN Schließkraft. „Unsere Messungen haben ergeben, dass die Energieeinsparungen der Zeres-Maschinen im Vergleich zu herkömmlichen hydraulischen Maschinen bis zu 70 % betragen“, erklärt Martin Nowack. „Die Angaben in der Zeres-Broschüre sind also keine leere Werbeaussage. Unser externer Energieexperte konnte das erst gar nicht glauben, er hat die Werte doppelt nachgeprüft. Für uns sind diese Werte eine Bestätigung. Dafür, dass wir uns für die richtigen Maschinen entschieden haben.


„Wir kaufen Vertrauen“

Allein mit den beiden Zeres sparen wir bis zu 3.000 Euro Energiekosten im Jahr.“ Gleiches gilt für die Mars 1600 II und die Mars 2500 II mit energiesparenden Servoantrieben, auch hier belegen die Messungen im Vergleich mit hydraulischen Maschinen anderer Fabrikate eindeutige Effizienzvorteile zugunsten der Mars-Technologie. Ohnehin genießt die Marke Haitian im Hause Nowack starkes Vertrauen, nicht zuletzt wegen des langjährigen Kontaktes zu Horst Tiedemann, Vertriebspartner von Haitian International Germany. Die chinesische Herkunft der Maschinen spielt für die Nowacks keine entscheidende Rolle.

„Wir kaufen Vertrauen“ konstatiert Martin Nowack und verweist darauf, dass sie – parallel zum eigenen Werkzeugbau – schon seit längerem mit zertifizierten Werkzeugbauern in China zusammenarbeiten, „genauso vertrauensvoll und erfolgreich. In dessen Anwendungszentren stehen jede Menge Haitian- und Zhafir-Maschinen, die waren uns also gut bekannt.“


Guter Service überrascht

Hatten sie ihre Werkzeuge anfangs noch aus Portugal und Ost-Europa bezogen, so kaufen sie mittlerweile 80 % in China. Auch des „unschlagbaren“ Preis-Leistungs-Verhältnisses wegen. Und: „Es gibt mittlerweile schon viele deutsche Werkzeugbauer, die sich auf das Upgraden von chinesischen Werkzeugen spezialisiert haben. Diese Kombination ist für uns perfekt. Wir haben ja viele wiederkehrende Teile in der Fertigung, und die Werkzeugdaten sind alle bei uns abgespeichert. Da wird das Werkzeug nur noch auf die passende Maschine geschnallt und schon muss es laufen. Das funktioniert reibungslos.“ So produziert die Mars z.B. unterseitige Plattenlagen für Balkon- und Terrassenfliesen und die Zeres-Maschinen Beschläge und Automotive-Teile. „Sowohl die Mars als auch die beiden Zeres laufen schon seit zwei Jahren ohne größere Probleme“, sagt Martin Nowack und klopft einer Zeres Maschine dabei sachte aufs Dach. „Die hier ist im Übrigen 12 Sekunden schneller als ihr Vorgänger.“

Und dann muss er plötzlich grinsen, sucht ein wenig nach den richtigen Worten: „Es ist auch kein großes Geheimnis, dass manche Kollegen sich diese Maschinen gerne anschauen“, sagt er. Auch wenn manche versuchten, ihnen den Kauf madig zu machen, von wegen schlechte Ersatzteilverfügbarkeit oder schlechter Service. „Service und Ersatzteile sind bei fast allen Maschinenherstellern ein sensibler Punkt. Was uns bei Haitian überrascht hat, war das unglaublich schnelle Troubleshooting und die kundenfreundlichen Ersatzteil- und Reparaturkosten. Da kann fast keiner mithalten“ Host Tiedemann nickt zustimmend. „Und Flexibilität wird da großgeschrieben. Die haben auch schon mal spontan entschieden, eine Wettbewerbsmaschine gleich mit zu reparieren. Sehr effizient und vor allem bezahlbar“. 

  
Nowack GmbH Kunststoff-Spritzgusswerk im Profil

Gegründet 1932
Mitarbeiter 42
Jahresumsatz ca. 5 Mio. €
38 Maschinen von 22 bis 700 t,
davon zwei Mars II und zwei Zeres 
Rohmaterial-Verbrauch  600 t/Jahr

 

Die Nowack GmbH ist seit 1996 in der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Kunststoffteilen im Spritzgussverfahren nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert.


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