R&D2012 ist das Jahr der zweiten Generation

Ein Gespräch mit Fu Nanhong über die neue Generation 2

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    "Unsere Produkte sind jetzt kundenorientiert mehr als je zuvor." Fu Nanhong, Chefingenieur und Leiter der R & D-Haitian International.

5 Jahre nach der Einführung der „Planeten Maschinen“ Saturn, Mars, Jupiter, Venus und Pluto, präsentiert Haitian International seine nächste Generation dieser erfolgreichen Serie. Aufgrund der guten Geschäftsstrategie des Konzerns, konnte sich die F&E-Abteilung auf die Entwicklung einer Vielzahl von neuen Features konzentrieren. Im Einklang mit dem Feedback der Kunden der letzten 5 Jahre, präsentieren Haitian, Zhafir und Tianjian auf der Chinaplas nun ausgesprochen kundenorientierte Ergebnisse.

 

Es war ein großer technologischer Schritt, als Haitian International 2007 seine neue “Planeten Serie” einführte und damit seine HTFW und HTFX Serie ersetzte. In wie fern hat diese Veränderung die Herangehensweise ihrer Ingenieure beeinflusst?

Es gab eine enorme Veränderung seit 2007. Die in China fest etablierte Marke Haitian war mit den Serien Saturn, Mars und Jupiter plötzlich in der Lage, fast 80% aller Anwendungen, sowohl auf dem inländischen Markt, als auch Übersee abzudecken. Das Wettbewerbsumfeld hat sich dramatisch verändert. Plötzlich wurden wir in Projekte involviert, die bis dato nur den "großen Marken" in Europa vorbehalten waren. Mit der vollelektrischen Venus – unserer High-Tech Marke Zhafir – waren wir extrem konkurrenzfähig zu den bisher unangefochtenen Marktführern in Japan.

Und das spiegelt sich auch in den Verkaufszahlen der letzten 5 Jahre wieder. Seit 2007 haben sich die Zahlen fast verdoppelt.

Ja, genau. Seitdem wurden z.B. über 50.000 Einheiten der energiesparenden Haitian Mars Serie geliefert. Die vollelektrische "Zhafir Venus Serie" kann bereits mehr als 1.000 verkaufte Maschinen vorweisen. Im Jahr 2010 war Haitian International zum ersten Mal Marktführer nach Zahlen und Umsatz. Das war ein unglaubliches Ergebnis.

Für den Konzern ist 2012 das Jahr der zweiten Generation. Klingt wie eine einflussreiche und dynamische Zeit. Was haben wir diesbezüglich zu erwarten?

Sicherlich, die Entwicklung all unserer Produktionslinien war seit deren Markteinführung ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess. Dank der exzellenten Unternehmensstrategie in der Krisenperiode 2010/2011, hatten wir eine klare Ausrichtung und konnten somit die Grundvoraussetzungen für F&E schaffen. Wir waren mit unserer gesamten Produktpalette sehr erfolgreich und wurden ein echter Marktführer. Dadurch konnten wir Ingenieure entlang der kompletten Produktlinie an dem Konzept unserer "Generation 2", einem weiteren Meilenstein, arbeiten. Wir beobachteten die Markttrends und haben vor allem unseren Kunden aufmerksam zugehört. Sie gaben uns wertvolle und umfassende Rückmeldung, was wiederum die Basis unserer Entwicklungsarbeit war. Die Teams von Haitian, Zhafir und Tianjian haben meiner Meinung nach hervorragende Arbeit geleistet.

Was können wir von der Generation 2 auf dem Markt erwarten?

Traditionell starten wir immer zuerst auf dem heimischen Markt. Die neuen Generationen der Serien Mars, Jupiter, Pluto und Venus werden also zunächst auf der diesjährigen Chinaplas präsentiert. Anschließend werden sie in den gängigsten Größen erhältlich sein. Parallel dazu, werden wir die Spannkräfte ergänzen und unsere Export-Firma Huayuan wird die Maschinen für den weltweiten Vertrieb bereit machen. Erfahrungsgemäß benötigen wir dafür ca. 1 Jahr. Unser Ziel ist es, alle aktualisierten Serien auf der nächsten K-Show 2013 in Deutschland zu präsentieren.

Und was ist mit der Testphase?

Die Testphase ist bereits mehr oder weniger abgeschlossen. Mehr als 100 Einheiten der Serien Mars, Jupiter und Venus wurden bereits vor 1-2 Jahren bei mehr als 20 Kunden installiert. Die Ergebnisse wurden ausgewertet, analysiert und wiederum in die aktuelle Arbeit aufgenommen. Das war sehr spannend für uns und eine ganz neue Erfahrung. Wir sind stolz darauf sagen zu können, dass die Generation 2 im Einklang mit unseren Kunden und deren Anforderungen entwickelt worden ist.

Das hört sich wirklich nach marktreifen Produkten an

Sie haben Recht. Z.B. haben wir für die Mars Serie das Kniehebelsystem grundlegend verändert. Mit der Hilfe eines deutschen Ingenieurunternehmens ist es uns gelungen, die Kinematik so zu verbessern, dass die Bewegungen viel schneller und zugleich harmonischer sind. Die Testergebnisse sind sehr ermutigend. Mehr Präzision und Dynamik, und damit 25% weniger Trockenlaufzeiten. Unser Pilotkunden sind zufrieden ...

Was können wir von der "vollelektrischen" Abteilung bei Zhafir erwarten? Laut den Berichten, ist die Venus Serie auf dem Weg akzeptiert zu werden?

Ja, das stimmt. Zumindest für die traditionellen vollelektrisch fokussierten Märkte in Asien. Aber auch in Übersee wird die Venus immer beliebter. Das extrem günstige Preis-Leistungs-Verhältnis hat bisher mehr als 200 Kunden zufrieden gestellt. Fast 1.000 Einheiten wurden verkauft. Und dennoch stand keine andere Serie so unter Beobachtung wie die Venus. Wir produzierten tausende von Werkzeugtests und Vergleichen zu den Marktführern aus Japan und Europa. Wir sammelten viele Ideen für Verbesserungen von den motivierten Zhafir Ingenieuren, aber auch von unseren Kunden. Daher auch eine neue Generation der Venus, die viele echte Kundenvorteile bieten kann.

Können Sie uns einige Beispiele nennen?

Sicher. Die optimierte Spritzeinheit mit dem Ergebnis von 20% besserer Beschleunigung. Verbesserte Funktionen hinsichtlich Software und Steuerung, eine viel kompakteres Maschinendesign mit viel Platz für Powerpacks und Nebenaggregate. Und last but not least die steuerbare Spritzeinheit für einen schnelleren Schneckenwechsel und einfachere Wartung.

Aber auch die zwei-platten Jupiter verspricht einige signifikante Veränderungen.

Die Jupiter-Serie hat wohl den größten Schritt gemacht. Änderungen im Schließ-Design werden die Kundenwünsche erfüllen. Mit dieser Serie erwarten wir künftig viele schöne Projekte. Also haben wir sehr hart daran gearbeitet, die Jupiter diesbezüglich zu aktualisieren. Die Steuerung der Holme ist dezentralisiert. Dies erlaubt uns, mehr Präzision und mehr Flexibilität bezüglich der Werkzeughöhe zu verwirklichen. Die Trockenlaufzeit wurde dramatisch gekürzt und unsere bewährte "Mars Technologie" ist jetzt Standard. Ganz nebenbei, konnten wir den Ölverbrauch der Jupiter um mehr als 30% reduzieren.

Haben Sie ein kurzes Abschlussfazit für uns?

Wie gesagt, ich bin sehr zufrieden mit den Ergebnissen aller Baureihen. Die Generation 2 verspricht Verbesserungen hinsichtlich Leistung und Ergonomie, welche zum einem großen Teil basierend auf Kundenanforderungen entstanden sind. Ich würde sagen, dass die Generation 2 viel kundenorientierter als alle Serien vorher ist. Für uns Ingenieure ist es eine ausgezeichnete Basis für zukünftige Innovationen. Und die werden schon bald kommen. Versprochen.

Vielen Dank für dieses interessante Gespräch.

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