Anwenderberichte„Tausendsassa“ im Dienste des Kunden

Roder Kunststofftechnik überzeugt mit einer ungewöhnlichen Kundenorientierung und hoher Problemlösungskompetenz von A bis Z – quer durch alle Branchen.

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    Ein eingespieltes Team:
    Andrea Schnell, Geschäftsführerin und Thomas Mein, Geschäftsführer bei Roder Kunststofftechnik GmbH

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    Andreas Engel, Produktionsleiter bei Roder und Fan der elektrischen Zhafir Zeres Baureihe

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    Die Roder Kunststofftechnik GmbH ist derzeit der nördlichste Kunde von Haitian International Germany

Zukünftig will der flexible Lohnfertiger noch stärker auf elektrische Maschinen setzen..

Die Roder Kunststofftechnik GmbH wurde 1949 in Lübeck gegründet und fertigt die unterschiedlichsten Spritzgussteile präzise nach Kundenvorgaben, von Speziallösungen über Kleinserien bis hin zu hohen Losgrößen. Ob einfache, funktionale Massenverpackungen oder komplexe Geometrien: Rund 65 Mitarbeiter produzieren auf aktuell 44 Maschinen Teile von 0,02 bis 2.500 Gramm. Anspruchsvolle technische Teile zählen ebenso zum Standardrepertoire. Unterm Strich sind es ca. 300 Mio. Kunststoffteile im Jahr. 

 

Wir sprachen mit der Geschäftsleitung Andrea Schnell, Thomas Mein und mit Fertigungsleiter Andreas Engel.

 

Roder ist schon seit mehr als 60 Jahren am Markt. Was macht den Erfolg Ihres Unternehmens aus, wie haben Sie Roder positioniert?

Wir sind ein leidenschaftlicher Dienstleister für Kunden die Kunststoffartikel benötigen. Und ein reiner Lohnfertiger. Wir haben einen eigenen kleinen Werkzeugbau, in dem wir Instand setzen und reparieren. Abgesehen davon lassen wir Werkzeuge in Deutschland, Europa und Asien bauen, wobei Asien derzeit den Schwerpunkt bildet, mit guter Qualität. Letztes Jahr kamen 20 von insgesamt 32 neuen Werkzeugen von dort.

 

Wie sieht Ihre Kundenstruktur aus, welche Branchen bedienen Sie?

Wir haben einen guten Mix aus zwei großen Kunden und vielen kleinen Kunden, weil wir uns auf die Fertigung von Kleinserien spezialisiert haben. Wir fertigen für die Luftfahrtindustrie, Automobilindustrie, für Tankstellentechnik, Lebensmittel, Kosmetikverpackung, Medizin, Elektrotechnik, Maschinenbau.

Unsere Kunden kommen überwiegend aus Norddeutschland, einige wenige aus dem europäischen Ausland.

 

Welche Rohstoffe verarbeiten Sie?

Wir können hier alle Standard- und Hochleistungskunststoffe wie PSU, PPSU, PIK verarbeiten. Hauptsächlich produzieren wir Medizin- und Elektronikteile.

 

Worin ist Ihr Unternehmen besonders gut?

In der Kundenbetreuung. Ein Mitarbeiter von Roder bereut den Kunden von A bis Z. Sowohl in den vertrieblichen Aktivitäten als auch für den Bau und die Konstruktion des Werkzeugs. Manchmal auch für die Artikelkonstruktion, für Werkzeugbau, Abmusterung und Serienfertigung. 

 

Dann ist der ideale Roder-Mitarbeiter ein echter Tausendsassa?

So ungefähr. Er/sie ist ein Allrounder, den wir hier ausgebildet haben und der sowohl kaufmännisch als auch technisch in der Lage ist, die Kunden zu betreuen. Wir haben hier permanent sechs Auszubildende im Bereich Verfahrensmechaniker und Kunststoff. Wir haben auch ein Duales Studium, wo die Ausbildung Verfahrensmechaniker Kunststoff/Kautschuk gemacht wird, und ein Studium Maschinenbau.

 

Wie gewinnen Sie neue Kunden?

Wir haben einen aktiven Vertrieb. Wir gehen auf alle potentiellen Unternehmen zu, die einen grundsätzlichen Bedarf haben und präsentieren uns als das, was wir sind – als Problemlöser für Kunststoffartikel. Und wir sind ehrlich. Was wir nicht können, bieten wir nicht an. Die Kunden haben ihre Vorstellung von einem Kunststoffartikel, und wir helfen ihnen, diese Vorstellung in ein Werkzeug zu bringen und aus dem Werkzeug dann die entsprechenden Kunststoffartikel zu fertigen. Der Kunde muss sich im Prinzip um nichts kümmern, wir nehmen ihm alles ab. Die Artikelentwicklung, Werkzeugkonstruktion und Werkzeugbau, und schließlich die Fertigung. 

Wir haben eine standardisierte Automation und fahren drei Schichten am Tag, sieben Tage in der Woche. Damit können wir unsere Kunden flexibel bedienen, bei einer hohen Auslastung, sprich Produktivität. Was die Leistung betrifft: Unsere kleinste Spritzgießmaschine hat 200 kN, die größte 7.000 kN. Der Löwenanteil liegt bei 1.000 und 3.000 kN. 

 

Verfolgen Sie bei Roder eine bestimmte Vision?

Nicht wirklich, eher realistische Ziele. Es geht um Erweiterung, es geht aber auch um die Qualifizierung von Mitarbeitern, um die Bindung der qualifizierten Mitarbeiter und um einen überschaubaren Ausbau des Umsatzes mit bestehenden und neuen Kunden. 

 

Inwieweit beschäftigt sich Roder mit der Industrie 4.0?

Wir machen da unter bezahlbarem Aufwand mit. Alles was Sinn macht. Wir machen nichts, was wir nicht stemmen und bewegen können. Wir sind bodenständig, ein inhabergeführtes Unternehmen und haben sehr kurze Entscheidungswege. Kommt eine Anforderung, die wir bewältigen müssen, dann werden wir das auch machen, sofern wir darin einen Sinn sehen. Wir wollen schließlich auch mit dem was wir tun Geld verdienen.

 

Ist Roder selbst ein innovatives Unternehmen?

Grundsätzlich macht Roder nichts, was andere Lohnfertiger nicht auch können. Wir sind eben nah am Kunden, haben kurze Entscheidungswege und machen das hier mit Leidenschaft.

Innovativ sind wir in der Ausbildung unserer Mitarbeiter, durch permanente Schulung und Unterstützung, in der Meisterausbildung und Technikerausbildung. Und wir versuchen immer auf dem neuesten Stand der Spritzgießtechnik zu sein, wechseln immer mehr auf elektrische Maschinen.

 

Sind elektrische Maschinen die Zukunft? In den kleinen bis mittleren Größen?

Ja, das kann ich unterschreiben. Da geht es um Kostenvermeidung durch Ölabfälle, Ölaustausch, Energieeinsparung. Das ist wirklich sehr wirtschaftlich bei elektrischen Maschinen.

 

Warum sind elektrische Maschinen dann erst seit wenigen Jahren ein wichtiges Thema in Deutschland? 

Weil sie davor unbezahlbar waren. Das hat sich aber geändert. Der Output, also die kurzen Zyklen, sind auch bei den elektrischen Maschinen besser gegeben als bei den hydraulischen. Auch durch die Parallelbewegung.

 

Profitieren Ihre Kunden von Ihrem Richtungswechsel pro Elektrik?

Ja. Mit der Elektrischen sind wir viel wirtschaftlicher, und das geben wir ja an die Kunden weiter. Wenn die Frage ist, ob ich mir für 100.000 eine hydraulische Maschine kaufe oder für 80.000 eine elektrische, dann würde ich mich immer für die elektrische entscheiden. Dann kann ich die Stundensätze entsprechend anpassen.

 

Wie viele Ihrer 44 Maschinen sind elektrisch?

14 Prozent sind elektrisch. Mit steigender Tendenz. Darunter sind fünf Zhafir-Baureihen von Haitian International, welche wir letztes Jahr erwoben haben.

 

Wie haben Sie Haitian International kennengelernt?

Herr Tiedemann war vor zwei Jahren hier und hat uns verschiedene Maschinen offeriert. Dann haben wir die erste Maschine angeschafft, darauf die zweite – und inzwischen sind es sieben Maschinen der Marke Zhafir. Im letzten Jahr haben wir gleich fünf Maschinen auf einen Streich gekauft, weil Herr Tiedemann und Team in der Zwischenzeit mit gutem Service gepunktet hatte. Und weil Haitian International im letzten Jahr in der Lage war, uns sofort fünf passgenaue Maschinen zu liefern.

 

War die kurze Lieferzeit ausschlaggebend?

Das Preis-Leistungs-Verhältnis hat gestimmt. Wir wussten das anfangs natürlich nicht, aber das hat uns überzeugt – Preis, Leistung, Service. Und Energieeinsparung haben wir dadurch auch.

 

Und in Sachen Präzision und Wiederholgenauigkeit?

Ja, auch da kann eine hydraulische Maschine nicht mithalten. Das liegt in der Natur der Technik und zeigt sich auch in den Verbrauchswerten. 

 

Dann ist die Energieeffizienz von elektrischen Maschinen für Sie ein klarer Vorteil?

Ja. Jede Maschine zieht einen gewissen Maschinenstundensatz heran, und da ist der Einfluss des Energieverbrauchs entscheidend. 

Dazu kommt, dass man bei Hydraulischen immer mit großen Mengen an Hydrauliköl arbeiten muss. Das muss ausgetauscht, entsorgt und neu angeschafft werden... Also, eine Elektrische ist in vieler Hinsicht unschlagbar.

 

Vielen Dank für das Gespräch.

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